Donnerstag, 18. Februar 2010
In Zeiten eines harten Winters und eines ausgiebigen Piloten-Streiks
wagten wir uns für zwei Wochen nach Estland - und kamen dort
noch pünktlicher an als ohne Winter und ohne Streik. Leider
musste Kristiina aber erstmal ein paar Tage krank im Bett bleiben,
so dass wir einen eher häuslichen Urlaub erlebten. Das alles
bei durchgängig -10 Grad und 30 bis 40 cm Schnee. Highlights
waren ein Ausflug an die (natürlich zugefrorene) Nordküste,
wo wir Yulia und ihre Familie besuchten. Außerdem standen
wir in Tartu zum ersten Mal seit unserem halben Leben wieder auf
Skiern! Da die Berge in Estland sehr bescheiden sind, hielt sich
das Risiko dabei in Grenzen.
Montag, 1. Februar 2010
An diesem Wochenende hatte der Euroopa Eestlaste Koor / European
Choir of Estonians einen Auftritt in Langenfeld, und zu diesem
Anlass schmiss sich auch Kristiina in Schale bzw. in Volkstracht.
Wieder mal reisten die Chormitglieder aus Deutschland, Holland,
Belgien, England, Finnland und zum Teil auch aus Estland an. Umso
bemerkenswerter dass für uns der Veranstaltungsort nur ein
paar Bushaltestellen entfernt lag. Es war ein stimmungsvolles,
gut besuchtes Konzert. Und im Vorprogramm wusste der Kirchenchor
der Langenfelder St. Joseph-Gemeinde zu überzeugen.
Temperamentvoller
Chor-Auftritt
Sonntag, 17. Januar 2010
Ein Grund zum Freuen: Volkers Patentochter Luca ließ
sich taufen! Wenn man Patenkind hört, denkt man zwar sowieso
an Taufe, aber als Luca noch ein Kleinkind war, wurde sie nicht
getauft, sondern gesegnet. Dies in der Hoffnung, dass sie im Laufe
des Lebens Gott kennen und lieben lernt, und sich dann von sich
aus für eine Taufe entscheidet. Dies halten wir ohnehin für
biblischer, wobei vielleicht die Reihenfolge letztlich auch egal
ist. Wichtig ist, dass beides zusammenkommt: Glaube und Taufe.
Diese Hoffnung hat sich nun erfüllt, und Luca feierte ihre
Taufe in unserem Jugendgottesdienst Gipfeltreffen. 70 Besucher
und ein großes Buffet ließen eine festliche Stimmung
aufkommen.
Samstag , 2. Januar 2010
Die vielen freien Tage zwischen den Jahren wollten wir nicht völlig
ungenutzt lassen, und so unternahmen wir eine kleine Städtereise
nach Heidelberg. Während dieser Winter weite Teile Europas
fest im Griff hat, präsentierte sich Heidelberg uns mit milden
Temperaturen und jeder Menge Regen. Die Stadt ist aber zum Glück
so schön, dass sie auch im Dauerregen Spaß macht. Beeindruckend
war unter anderem die Fußgängerzone, die so lang war,
dass man sich darauf müde lief. Unglaublich, wie viel 140.000
Einwohner einkaufen können. Wobei es wahrscheinlich vor allem
die vielen Touristen sind. Ebenfalls imposant die Bergbahn, die
aus zwei Teilen besteht. Die untere Bergbahn ist die modernste
Standseilbahn Deutschlands, und nach dem Umsteigen befindet man
sich im oberen Teil in der ältesten Standseilbahn Deutschlands.
Bei einer Steigung bis zu 40% überwindet man stolze 400 Höhenmeter.
Für Silvester brauchten wir nicht lange überlegen, wo
wir uns das Feuerwerk anschauen. Unser Hotelzimmer lag im 8. Stock
und war mit einem Balkon ausgestattet, von dem wir einen schönen
Blick auf die Stadt bis rüber nach Mannheim hatten.
Kristiina
in Heidelberg. Im Hintergrund die Alte Brücke und das Schloss.