Bibelarbeit
Geistestaufe
- Brauch ich das? Wie geht das?
Hab ich den Heiligen Geist nötig?
Johannes
14, 12
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird
die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere
als diese tun; denn ich gehe zum Vater.
1.
Korinther 4, 20
Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.
Markus
16, 15-18
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das
Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der
wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden.
Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind
diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben,
in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben,
und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht
schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's
besser mit ihnen werden.
Große
Worte, große Verheißungen. Aber wie soll das alles
möglich sein? Ist das die Realität, in der ich lebe?
Ich brauche das Wirken des Heiligen Geistes, wenn ich Gott kraftvoll
dienen will.
Jesus schickt uns den Heiligen Geist
Johannes
14, 16+26
Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster
geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit. (...) Aber der Tröster,
der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen,
der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich
euch gesagt habe.
Johannes
15, 26
Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde
vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der
wird Zeugnis geben von mir.
Johannes
16, 7
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass
ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster
nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.
Apostelgeschichte
1, 4-9
Und als er [Jesus] mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem
nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung
des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn
Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen
Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die nun zusammengekommen
waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit
wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu
ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen,
die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber ihr werdet die
Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird,
und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa
und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt
hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn
auf vor ihren Augen weg.
Jesus
geht, aber Gott wird in Gestalt des Heiligen Geistes weiterhin
für uns aktiv sein. Der Heilige Geist will uns trösten,
lehren, erinnern und Kraft geben. Die Jünger sind angewiesen,
in Jerusalem auf die Geistestaufe zu warten und dadurch die Kraft
des Heiligen Geistes zu empfangen.
Das Pfingstereignis...
Apostelgeschichte
2, 1-13 + 37-41
Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie
alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem
Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher,
und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen
ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf
jeden Einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist
erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der
Geist ihnen gab auszusprechen. Es wohnten aber in Jerusalem Juden,
gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel.
Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen
und wurde bestürzt, weil jeder Einzelne sie in seiner eigenen
Mundart reden hörte. Sie entsetzten sich aber alle und wunderten
sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer?
Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart,
in der wir geboren sind: Parther und Meder und Elamiter und (
)
Kreter und Araber - wie hören wir sie von den großen
Taten Gottes in unseren Sprachen reden? Sie entsetzten sich aber
alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was
mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll
süßen Weines.
Als
sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie
sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun,
ihr Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße,
und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi
zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen
Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren
Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser
Gott, hinzurufen wird. Und mit vielen anderen Worten legte er
Zeugnis ab und ermahnte sie und sagte: Lasst euch retten aus diesem
verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort aufnahmen, ließen
sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen
hinzugetan.
Das
christliche Pfingstereignis fand am jüdischen Fest Schawuot
statt. Dieses Fest feiert die Offenbarung der Tora an das Volk
Israel und gehört zu den Hauptfesten des Judentums. Schawuot
bedeutet Wochen und weist mit diesem Namen auf die mit dem fünfzigsten
Tag vollendeten sieben Wochen nach dem Pessachfest hin. Eine interessante
Parallele finden wir in 2. Mose 32, 25-28: Mose hatte die 10 Gebote
- das Kernstück der Tora - vorgelegt, das Volk wurde jedoch
gleich wieder zuchtlos. Und wurde bestraft: 3000 Mann wurden erschlagen.
Genauso viele wie an Pfingsten gerettet wurden. Fazit: Das Gesetz
tötet, der Geist macht lebendig!
...war kein Einzelfall!
Apostelgeschichte
8, 14-17
Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria
das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes
zu ihnen. Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für
sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten; denn
er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein
getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Dann legten sie ihnen die
Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist!
Apostelgeschichte
10, 44-48
Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige
Geist auf alle, die das Wort hörten. Und die Gläubigen
aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren,
gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe
des Heiligen Geistes ausgegossen worden war; denn sie hörten
sie in Sprachen reden und Gott erheben. Dann antwortete Petrus:
Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht
getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie
auch wir? Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen
Jesu Christi. Dann baten sie ihn, einige Tage zu bleiben.
Apostelgeschichte
19, 1 ff
Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch
das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand.
Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als
ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie
gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Und er fragte
sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe
des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der
Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben,
der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. Als sie das
hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn
Jesus. Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige
Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Es waren
aber zusammen etwa zwölf Männer.
Pfingsten
war kein einmaliges historisches Ereignis. Auch nachfolgend hatten
Gläubige ihr persönliches Pfingsterlebnis. Manche waren
schon länger gläubig, manche waren noch ganz frisch
im Glauben. Verbunden mit der Geistestaufe war wie schon in Apostelgeschichte
2 das Reden in Zungen. Dies scheint das markante Zeichen, das
Siegel der Geistestaufe zu sein.
Hat nicht jeder Christ sowieso schon den Heiligen
Geist?
Die
betrachteten Texte aus der Apostelgeschichte gaben bereits einen
Hinweis darauf: Sowohl die Jünger als auch die Menschen in
Samaria und Ephesus waren bereits Christen - dennoch empfingen
sie die Geistestaufe erst später.
Römer
10, 9-10
Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist,
und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt
hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so
wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird
man gerettet.
Zwei
Dinge muss man für die Errettung glauben und bekennen: Dass
Jesus der Herr ist, und dass er auferstanden ist und lebt. Die
Geistestaufe ist demnach keine Voraussetzung, Christ zu sein.
Johannes
20, 19-22
Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die
Türen, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden
verschlossen waren, kam Jesus und trat in die Mitte und spricht
zu ihnen: Friede euch! Und als er dies gesagt hatte, zeigte er
ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jünger,
als sie den Herrn sahen. Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede
euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch.
Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu
ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!
Dies
geschah also nach der Auferstehung, aber vor Pfingsten. Hier erfahren
die Jünger sozusagen das neutestamentliche Heil. Sie hatten
Jesus schon lange als Herrn angenommen, und nun erkennen sie ihn
als den Auferstandenen. Die Folge ist, dass sie errettet sind
und Jesus ihnen den Heiligen Geist einhaucht. Ab diesem Moment
wohnt der Geist in ihnen, und er wohnt dementsprechend auch in
uns, wenn wir Christen werden. Dennoch stand hier das Pfingstereignis
noch aus! Wenn uns der Heilige Geist eingehaucht wird, ist das
also noch keine Geistestaufe. Pfingsten zeigt: Auch wenn wir schon
Christen sind, können wir noch mehr von Gott bekommen. Er
will uns in seine Kraft eintauchen, er will uns mit Geist taufen
(vgl. nochmals Apostelgeschichte 1, 4-9).
Wie empfange ich die Geistestaufe?
Dürsten,
trinken, glauben, reden!
Johannes
7, 37-39
Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat
Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und
trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib
werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte
er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten.
Lukas
11, 11-13
Wo ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn, wenn der ihn um
einen Fisch bittet, eine Schlange für den Fisch biete? Oder
der ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion dafür biete?
Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben
geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen
Geist geben denen, die ihn bitten!
Apostelgeschichte
2, 4
Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen
an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.
Ich
kann um den Heiligen Geist bitten - und ich werde nichts Teuflisches
erhalten, wenn ich um den Geist bitte. Ich darf darauf vertrauen,
dass Gott mir den Heiligen Geist tatsächlich schenkt, wenn
ich ihn darum bitte - denn er hat es versprochen! Und dann kann
ich es tun wie die Jünger an Pfingsten: Sie fingen an zu
reden, wie es ihnen der Geist eingab. Der Heilige Geist wird uns
nicht zwingen, in anderen Sprachen zu reden. Gott zwingt niemals.
Es sind wir selbst, die anfangen zu reden.
Manches scheint nicht sehr logisch, insbesondere die Tatsache, dass man den Geist eigentlich hat und dennoch um ihn bitten soll. Vielleicht können wir uns das so vorstellen: Der Heilige Geist wird bei unserer Bekehrung in uns eingehaucht. Von nun an kann er innerlich in uns wirken – er kann trösten, ermahnen, erinnern und unseren Charakter verändern. Was geschieht nun an Pfingsten bzw. bei der Geistestaufe? Gott entzündet ein Feuer in uns, er setzt den Geist in Brand. So wie Öl durch einen Funken in Brand gesetzt wird. Es explodiert ,es brennt und will aus uns herausströmen. Wir werden fähig, Gott und den Menschen auf übernatürliche Weise zu dienen. Die Geistesgaben können sich entfalten. Was ist bei diesem Brand die Rolle des Sprachengebetes? Es ist die Sauerstoffzufuhr! Wenn wir den Mund geschlossen halten, kommt kein Sauerstoff heran und das Feuer wird unterdrückt. Wenn wir in Sprachen beten, kann sich das Feuer ausbreiten..
Inspiration
für diese Bibelarbeit gaben mit Predigten und Literatur von
Derek Prince und Dennis Bennett. Ihre Gedanken habe ich nachvollzogen,
für gut befunden und mit dieser Ausarbeitung zusammengefasst.