Kristiina & Volker
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Bibelarbeit

Geistestaufe - Brauch ich das? Wie geht das?


Hab ich den Heiligen Geist nötig?

Johannes 14, 12
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird die Werke auch tun, die ich tue, und er wird noch größere als diese tun; denn ich gehe zum Vater.

1. Korinther 4, 20
Denn das Reich Gottes steht nicht in Worten, sondern in Kraft.

Markus 16, 15-18
Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden. Die Zeichen aber, die folgen werden denen, die da glauben, sind diese: In meinem Namen werden sie böse Geister austreiben, in neuen Zungen reden, Schlangen mit den Händen hochheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird's ihnen nicht schaden; auf Kranke werden sie die Hände legen, so wird's besser mit ihnen werden.

Große Worte, große Verheißungen. Aber wie soll das alles möglich sein? Ist das die Realität, in der ich lebe? Ich brauche das Wirken des Heiligen Geistes, wenn ich Gott kraftvoll dienen will.


Jesus schickt uns den Heiligen Geist

Johannes 14, 16+26
Und ich will den Vater bitten und er wird euch einen andern Tröster geben, dass er bei euch sei in Ewigkeit. (...) Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

Johannes 15, 26
Wenn aber der Tröster kommen wird, den ich euch senden werde vom Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, der wird Zeugnis geben von mir.

Johannes 16, 7
Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, dass ich weggehe. Denn wenn ich nicht weggehe, kommt der Tröster nicht zu euch. Wenn ich aber gehe, will ich ihn zu euch senden.

Apostelgeschichte 1, 4-9
Und als er [Jesus] mit ihnen zusammen war, befahl er ihnen, Jerusalem nicht zu verlassen, sondern zu warten auf die Verheißung des Vaters, die ihr, so sprach er, von mir gehört habt; denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden nicht lange nach diesen Tagen. Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, wirst du in dieser Zeit wieder aufrichten das Reich für Israel? Er sprach aber zu ihnen: Es gebührt euch nicht, Zeit oder Stunde zu wissen, die der Vater in seiner Macht bestimmt hat; aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch kommen wird, und werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an das Ende der Erde. Und als er das gesagt hatte, wurde er zusehends aufgehoben, und eine Wolke nahm ihn auf vor ihren Augen weg.

Jesus geht, aber Gott wird in Gestalt des Heiligen Geistes weiterhin für uns aktiv sein. Der Heilige Geist will uns trösten, lehren, erinnern und Kraft geben. Die Jünger sind angewiesen, in Jerusalem auf die Geistestaufe zu warten und dadurch die Kraft des Heiligen Geistes zu empfangen.


Das Pfingstereignis...

Apostelgeschichte 2, 1-13 + 37-41
Und als der Tag des Pfingstfestes erfüllt war, waren sie alle an einem Ort beisammen. Und plötzlich geschah aus dem Himmel ein Brausen, als führe ein gewaltiger Wind daher, und erfüllte das ganze Haus, wo sie saßen. Und es erschienen ihnen zerteilte Zungen wie von Feuer, und sie setzten sich auf jeden Einzelnen von ihnen. Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen. Es wohnten aber in Jerusalem Juden, gottesfürchtige Männer, von jeder Nation unter dem Himmel. Als aber dieses Geräusch entstand, kam die Menge zusammen und wurde bestürzt, weil jeder Einzelne sie in seiner eigenen Mundart reden hörte. Sie entsetzten sich aber alle und wunderten sich und sagten: Siehe, sind nicht alle diese, die da reden, Galiläer? Und wie hören wir sie, ein jeder in unserer eigenen Mundart, in der wir geboren sind: Parther und Meder und Elamiter und (…) Kreter und Araber - wie hören wir sie von den großen Taten Gottes in unseren Sprachen reden? Sie entsetzten sich aber alle und waren in Verlegenheit und sagten einer zum anderen: Was mag dies wohl sein? Andere aber sagten spottend: Sie sind voll süßen Weines.

Als sie aber das hörten, drang es ihnen durchs Herz, und sie sprachen zu Petrus und den anderen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr Brüder? Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Buße, und jeder von euch lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Sünden! Und ihr werdet die Gabe des Heiligen Geistes empfangen. Denn euch gilt die Verheißung und euren Kindern und allen, die in der Ferne sind, so viele der Herr, unser Gott, hinzurufen wird. Und mit vielen anderen Worten legte er Zeugnis ab und ermahnte sie und sagte: Lasst euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht! Die nun sein Wort aufnahmen, ließen sich taufen; und es wurden an jenem Tag etwa dreitausend Seelen hinzugetan.

Das christliche Pfingstereignis fand am jüdischen Fest Schawuot statt. Dieses Fest feiert die Offenbarung der Tora an das Volk Israel und gehört zu den Hauptfesten des Judentums. Schawuot bedeutet Wochen und weist mit diesem Namen auf die mit dem fünfzigsten Tag vollendeten sieben Wochen nach dem Pessachfest hin. Eine interessante Parallele finden wir in 2. Mose 32, 25-28: Mose hatte die 10 Gebote - das Kernstück der Tora - vorgelegt, das Volk wurde jedoch gleich wieder zuchtlos. Und wurde bestraft: 3000 Mann wurden erschlagen. Genauso viele wie an Pfingsten gerettet wurden. Fazit: Das Gesetz tötet, der Geist macht lebendig!


...war kein Einzelfall!

Apostelgeschichte 8, 14-17
Als die Apostel in Jerusalem gehört hatten, dass Samaria das Wort Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen. Als diese hinabgekommen waren, beteten sie für sie, damit sie den Heiligen Geist empfangen möchten; denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren allein getauft auf den Namen des Herrn Jesus. Dann legten sie ihnen die Hände auf, und sie empfingen den Heiligen Geist!

Apostelgeschichte 10, 44-48
Während Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, die das Wort hörten. Und die Gläubigen aus der Beschneidung, so viele ihrer mit Petrus gekommen waren, gerieten außer sich, dass auch auf die Nationen die Gabe des Heiligen Geistes ausgegossen worden war; denn sie hörten sie in Sprachen reden und Gott erheben. Dann antwortete Petrus: Könnte wohl jemand das Wasser verwehren, dass diese nicht getauft würden, die den Heiligen Geist empfangen haben wie auch wir? Und er befahl, dass sie getauft würden im Namen Jesu Christi. Dann baten sie ihn, einige Tage zu bleiben.

Apostelgeschichte 19, 1 ff
Es geschah aber, als Apollos in Korinth war, dass Paulus durch das Hochland zog und nach Ephesus kam und einige Jünger fand. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, als ihr gläubig wurdet? Sie sprachen zu ihm: Wir haben noch nie gehört, dass es einen Heiligen Geist gibt. Und er fragte sie: Worauf seid ihr denn getauft? Sie antworteten: Auf die Taufe des Johannes. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buße und dem Volk gesagt, sie sollten an den glauben, der nach ihm kommen werde, nämlich an Jesus. Als sie das hörten, ließen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesus. Und als Paulus die Hände auf sie legte, kam der Heilige Geist auf sie und sie redeten in Zungen und weissagten. Es waren aber zusammen etwa zwölf Männer.

Pfingsten war kein einmaliges historisches Ereignis. Auch nachfolgend hatten Gläubige ihr persönliches Pfingsterlebnis. Manche waren schon länger gläubig, manche waren noch ganz frisch im Glauben. Verbunden mit der Geistestaufe war wie schon in Apostelgeschichte 2 das Reden in Zungen. Dies scheint das markante Zeichen, das Siegel der Geistestaufe zu sein.


Hat nicht jeder Christ sowieso schon den Heiligen Geist?

Die betrachteten Texte aus der Apostelgeschichte gaben bereits einen Hinweis darauf: Sowohl die Jünger als auch die Menschen in Samaria und Ephesus waren bereits Christen - dennoch empfingen sie die Geistestaufe erst später.

Römer 10, 9-10
Denn wenn du mit deinem Munde bekennst, dass Jesus der Herr ist, und in deinem Herzen glaubst, dass ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so wirst du gerettet. Denn wenn man von Herzen glaubt, so wird man gerecht; und wenn man mit dem Munde bekennt, so wird man gerettet.

Zwei Dinge muss man für die Errettung glauben und bekennen: Dass Jesus der Herr ist, und dass er auferstanden ist und lebt. Die Geistestaufe ist demnach keine Voraussetzung, Christ zu sein.

Johannes 20, 19-22
Als es nun Abend war an jenem Tag, dem ersten der Woche, und die Türen, wo die Jünger waren, aus Furcht vor den Juden verschlossen waren, kam Jesus und trat in die Mitte und spricht zu ihnen: Friede euch! Und als er dies gesagt hatte, zeigte er ihnen die Hände und die Seite. Da freuten sich die Jünger, als sie den Herrn sahen. Jesus sprach nun wieder zu ihnen: Friede euch! Wie der Vater mich ausgesandt hat, sende ich auch euch. Und als er dies gesagt hatte, hauchte er sie an und spricht zu ihnen: Empfangt den Heiligen Geist!

Dies geschah also nach der Auferstehung, aber vor Pfingsten. Hier erfahren die Jünger sozusagen das neutestamentliche Heil. Sie hatten Jesus schon lange als Herrn angenommen, und nun erkennen sie ihn als den Auferstandenen. Die Folge ist, dass sie errettet sind und Jesus ihnen den Heiligen Geist einhaucht. Ab diesem Moment wohnt der Geist in ihnen, und er wohnt dementsprechend auch in uns, wenn wir Christen werden. Dennoch stand hier das Pfingstereignis noch aus! Wenn uns der Heilige Geist eingehaucht wird, ist das also noch keine Geistestaufe. Pfingsten zeigt: Auch wenn wir schon Christen sind, können wir noch mehr von Gott bekommen. Er will uns in seine Kraft eintauchen, er will uns mit Geist taufen (vgl. nochmals Apostelgeschichte 1, 4-9).


Wie empfange ich die Geistestaufe?

Dürsten, trinken, glauben, reden!

Johannes 7, 37-39
Aber am letzten Tag des Festes, der der höchste war, trat Jesus auf und rief: Wen da dürstet, der komme zu mir und trinke! Wer an mich glaubt, wie die Schrift sagt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen. Das sagte er aber von dem Geist, den die empfangen sollten, die an ihn glaubten.

Lukas 11, 11-13
Wo ist unter euch ein Vater, der seinem Sohn, wenn der ihn um einen Fisch bittet, eine Schlange für den Fisch biete? Oder der ihm, wenn er um ein Ei bittet, einen Skorpion dafür biete? Wenn nun ihr, die ihr böse seid, euren Kindern gute Gaben geben könnt, wie viel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die ihn bitten!

Apostelgeschichte 2, 4
Und sie wurden alle mit Heiligem Geist erfüllt und fingen an in anderen Sprachen zu reden, wie der Geist ihnen gab auszusprechen.

Ich kann um den Heiligen Geist bitten - und ich werde nichts Teuflisches erhalten, wenn ich um den Geist bitte. Ich darf darauf vertrauen, dass Gott mir den Heiligen Geist tatsächlich schenkt, wenn ich ihn darum bitte - denn er hat es versprochen! Und dann kann ich es tun wie die Jünger an Pfingsten: Sie fingen an zu reden, wie es ihnen der Geist eingab. Der Heilige Geist wird uns nicht zwingen, in anderen Sprachen zu reden. Gott zwingt niemals. Es sind wir selbst, die anfangen zu reden.

Manches scheint nicht sehr logisch, insbesondere die Tatsache, dass man den Geist eigentlich hat und dennoch um ihn bitten soll. Vielleicht können wir uns das so vorstellen: Der Heilige Geist wird bei unserer Bekehrung in uns eingehaucht. Von nun an kann er innerlich in uns wirken – er kann trösten, ermahnen, erinnern und unseren Charakter verändern. Was geschieht nun an Pfingsten bzw. bei der Geistestaufe? Gott entzündet ein Feuer in uns, er setzt den Geist in Brand. So wie Öl durch einen Funken in Brand gesetzt wird. Es explodiert ,es brennt und will aus uns herausströmen. Wir werden fähig, Gott und den Menschen auf übernatürliche Weise zu dienen. Die Geistesgaben können sich entfalten. Was ist bei diesem Brand die Rolle des Sprachengebetes? Es ist die Sauerstoff­zufuhr! Wenn wir den Mund geschlossen halten, kommt kein Sauerstoff heran und das Feuer wird unterdrückt. Wenn wir in Sprachen beten, kann sich das Feuer ausbreiten..


Inspiration für diese Bibelarbeit gaben mit Predigten und Literatur von Derek Prince und Dennis Bennett. Ihre Gedanken habe ich nachvollzogen, für gut befunden und mit dieser Ausarbeitung zusammengefasst.