Gipfel-Message vom 7. April 2006
Thema:
Spenden, Geld, der Zehnte
Wenn
wir über das Thema Geld und Reichtum nachdenken, fällt manch
einem vielleicht der folgende Bibeltext ein:
Lukas 18, 22-24
Als Jesus das hörte,
sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eines. Verkaufe alles, was du hast,
und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben, und komm
und folge mir nach! Als er das aber hörte, wurde er traurig; denn
er war sehr reich. Als aber Jesus sah, dass er traurig geworden war, sprach
er: Wie schwer kommen die Reichen in das Reich Gottes!
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Jesus sieht, dass der Reiche traurig wird, wenn es darum geht, sein Vermögen
abzugeben. Also hängt sein Herz daran und nicht bei Gott. Das ist
sein Problem, so wird er nicht in Gottes Reich kommen. Aber: Gott hat
nicht prinzipiell etwas gegen Reichtum. David wurde reich, Salomo noch
reicher und in der neuen Schöpfung sind die Straßen aus Gold
und die Häuser mit Edelsteinen besetzt. Dennoch ist es immer möglich,
dass Gott uns herausfordert, all unsern Besitz den Armen zu geben.
Markus 12, 41-44
Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenüber
und sah zu, wie das Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viele
Reiche legten viel ein. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein
ein; das macht zusammen einen Pfennig. Und er rief seine Jünger zu
sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Diese arme Witwe hat
mehr in den Gotteskasten gelegt als alle, die etwas eingelegt haben. Denn
sie haben alle etwas von ihrem Überfluss eingelegt; diese aber hat
von ihrer Armut ihre ganze Habe eingelegt, alles, was sie zum Leben hatte.
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Auch für die arme Witwe stellt sich die Frage nach der Kollekte!
Gott sieht die Verhältnismäßigkeit, aber auch bei wenig
Besitz sind wir dazu herausgefordert zu geben.
>>> Nun stellt sich die Frage, wie viel sollen wir geben? Alles?
Sicherlich setzt uns Gott beim Geben nach oben hin keine Grenze. Aber
nach unten! Schauen wir dazu:
3. Mose 27, 30
Alle
Zehnten im Lande, vom Ertrag des Landes und von den Früchten der
Bäume, gehören dem HERRN und sollen dem HERRN heilig sein.
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So sieht also das Gebot des Zehnten-Gebens aus. Der Zehnte gehört
Gott! Das ist sein Eigentum, er darf darüber verfügen.
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Doch nicht alle Gebote aus den Mose-Büchern sind generell für
uns bindend. Deswegen müssen wir prüfen, inwiefern dieses
Thema in der Bibel weiter auftaucht. Und das tut es! Beispielsweise
in...
Maleachi 3, 10-12
Bringt
aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in
meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR
Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und
Segen herabschütten die Fülle. Und ich will um euretwillen
den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem
Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht
unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth. Dann werden euch alle Heiden
glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht
der HERR Zebaoth.
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Das ist wohl der Zentralvers wenn's um den Zehnten geht. Übrigens
einfach zu finden: Quasi auf der letzten Seite im Alten Testament.
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Hier fordert Gott nicht nur von uns, sondern er bietet uns auch seinen
Segen an, wenn wir den Zehnten geben. Unter'm Strich kann sogar mehr für
uns dabei rausspringen, weil Gott unsere "Ernte" schützt.
Klar ist jedoch: Wir geben Gott die Möglichkeit in unserem Leben
zu wirken, wenn wir den Zehnten geben. Der Zehnte ist eine Chance ihm
zu vertrauen und zu erleben. Eine Bekannte von Kristiina und mir in Estland
erlebte mehrfach das Wunder, dass sie im Portmonee mehr Geld fand, als
dort sein sollte, nachdem sie den Zehnten gab.
Matthäus 23, 23
Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr
Heuchler, die ihr den Zehnten gebt von Minze, Dill und Kümmel und
lasst das Wichtigste im Gesetz beiseite, nämlich das Recht, die Barmherzigkeit
und den Glauben! Doch dies sollte man tun und jenes nicht lassen.
>>> Das eine sollen wir tun, und das andere nicht lassen. Hier
bestätigt Jesus, dass das Gebot des Zehnten immer noch aktuell ist.
Aber darüber soll man natürlich die Nächstenliebe und vor
allem die Liebe zu Gott nicht vergessen.
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Wollen wir also den Zehnten geben? Und wenn ja, wie können wir das
umsetzen?