Kristiina & Volker
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Gipfel-Message vom 18.08.2007

Thema:
Sei bereit - Jesus kommt bald!

Vorab zwei Dinge zum besseren Verständnis dieser Message.

Über den Spracherwerb eines Kindes

Bis zum 2. Lebensmonat schreien Neugeborene scheinbar unkoordiniert, z.B. beim Weinen oder Lachen.
Vom 2. bis 4. Monate lernen sie Vokale (a,e,i...), bestenfalls einfache Silben (la, mu).
Vom 5. bis 9. Monat kommt die Phase des Lallen (Lala, Mama, Papa)
Zwischen dem 10. und 14. Monat folgen erste einfach Worte wie "essen" oder "schlafen".


Jesus kommt wieder!

Er wurde geboren, lebte, predigte, tat große Wunder, starb am Kreuz, ist auferstanden, zeigte sich vielen Menschen und dann kam die Himmelfahrt, bei der er im Himmel verschwand. Aber die Bibel kündigt uns an, dass er wiederkommt! Ausführliche Informationen dazu findet ihr in Matthäus 24 und in Sacharja 14.

Doch dann wird er nicht als vergleichsweise harmloses Kind auf die Welt kommen, sondern er wird in die sehr unruhige und kriegerische Welt machtvoll eingreifen, er wird sich - wenn ich die Bibel in diesem Punkt richtig verstehe - auf den Ölberg bei Jerusalem stellen, Berge werden in Bewegung geraten und Jesus wird als König und Richter über die Welt und die Menschen auftreten.
Die Bibel spricht einerseits von einigen Zeichen, die diesem Wiederkommen unmittelbar vorausgehen werden. Andererseits sagt Jesus, dass seine Wiederkunft auch für uns überraschend sein wird. Er sagt, dass niemand den Tag kennt, an dem dies geschehen wird.


Was ich eigentlich erzählen wollte...

Meine Frau bekam von einer Freundin aus Estland eine Mail, in der sie von einem Pastor berichtet, der eine Familie auf dem Lande besuchte. Diese Familie hatte ein zu dem Zeitpunkt 3 Monate altes Kind. Dort erlebte der Pastor ein Wunder. Das Kind fing an zu reden. Es sagte "Jesus kommt bald, Jesus kommt bald...". Ganz oft wiederholte es dies.
Die junge Frau, die das schrieb, meinte dazu, dass es für sie sehr bestärkend war, von diesem Wunder zu hören. Sie erwartet und sehnt sich den Tag so sehr herbei, an dem Jesus kommt.

Dass estnische Wort für "bald" an dieser Stelle kann übrigens auch "fast" bedeuten. Also kann man die Aussage auch als "Jesus ist nun fast da" interpretieren.

Einerseits staune ich über das Wunder. Andererseits staune ich über die Reaktion. Sie erwartet und sehnt sich nach dem Tag!

Ich muss mich da fragen, ob ich das auch so sagen kann.
Sehne ich mich danach Jesus zu sehen? Sehne ich mich danach, dass er kommt? Gibt mir der Gedanke Sicherheit, dass er bald kommt?

Dazu fiel mir eine Bibelstelle ein - eine Aussage von Paulus. Darin geht es zwar nicht darum, dass Jesus in Kürze wiederkommt, sondern um etwas, was noch wahrscheinlicher ist: Nämlich dass wir sterben und dann zu Jesus kommen.

2. Korinther 5,1-10
Ich bin in jeder Lage zuversichtlich. Ich weiß zwar: Solange ich in diesem Körper lebe, bin ich vom Herrn getrennt. Wir leben ja noch in der Zeit des Glaubens, noch nicht in der Zeit des Schauens. Ich bin aber voller Zuversicht und würde am liebsten sogleich von meinem Körper getrennt und beim Herrn zu Hause sein. Weil ich mich danach sehne, setze ich aber auch alles daran, zu tun, was ihm gefällt, ob ich nun in diesem Körper lebe oder zu Hause bin beim Herrn. Denn wir alle müssen vor Christus erscheinen, wenn er Gericht hält. Dann wird jeder Mensch bekommen, was er verdient, je nachdem, ob er in seinem irdischen Leben Gutes getan hat oder Schlechtes.

Ohne jetzt in die Details des Textes zu gehen, aber eines steht hier sehr deutlich: Paulus hat Sehnsucht danach, seinen irdischen Körper zu verlassen und zu Gott zu kommen.

Ehrlich gesagt ist es bei mir oft andersrum:
Erstens hoffe ich, dass Jesus eher etwas später als früher kommt. Und zweitens hoffe ich, dass Gott mich noch ein wenig am Leben lässt und ich weiß, dass ich mich in manchen Bereichen eigentlich noch stark verbessern müsste. Der Gedanke, dass Jesus schon bald kommt, macht mich oft eher nervös als dass er mich stärkt.

Nichtsdestotrotz, ist dieses Wunder, von dem ich berichtet habe, und auch der Bibeltext, eine gute Erinnerung und Ermahnung.

Meine Frau ist gerade in Urlaub. Und ich weiß, dass sie nächste Woche zurückkommt. Natürlich werde ich kurz vor ihrer Ankunft noch die Wohnung gründlich aufräumen und ich werde mich natürlich auch frisch machen und schick anziehen, wenn ich sie dann vom Bahnhof abhole.

Nun, meine Frau macht es mir da relativ leicht. Ich weiß genau das Datum und die Zeit, wann sie wieder da ist und wann alles in Ordnung sein muss.
So leicht macht Gott uns das nicht. Er will, dass wir jederzeit bereit sind für ihn. Er will, dass wir so leben, dass er jederzeit kommen könnte. Das Wunder und der Bibeltext sind deshalb eine wertvolle Erinnerung für mich, mit den Dingen aufzuräumen, mit denen Gott in meinem Leben mit Sicherheit nicht zufrieden ist.


Zusammenfassung

Ich will klarmachen: Die Lage ist ernst. Jesus kann jederzeit wiederkommen. Darüber hinaus kann es auch jederzeit soweit sein, dass mein und dein Leben endet und wir dann vor Jesus treten müssen.

Ich wünsche mir, dass deine Beziehung mit Jesus so gut ist, dass dem nicht mit Bangen entgegenschaust vor Ihm zu stehen. Sondern dass du wie Paulus von Herzen sagen kannst "Am liebsten wäre ich jetzt schon bei dir, Jesus!".

Und dazu wünsche ich mir, dass wir vorbereitet sind. Sei es auf die Wiederkunft Jesu oder sei es auf unsere Ankunft bei Jesus. Lasst uns aufräumen mit den Dingen in unserm Leben, wo etwas falsch läuft. Besprich das lieber heute noch mit Jesus als guten Freund, als dass du morgen Jesus darüber richten lassen musst.

In diesem Sinne lasst euch gesagt sein:
Wachet! Denn Jesus kommt in der Stunde, in der ihr es nicht meint. (Matthäus 24,44)