Kristiina & Volker
        ALBRECHT

 
 




 home

 








Bluecounter Website Statistics Bluecounter Website Statistics
Besucher
seit Mai 2005






Gipfel-Message vom 29.08.2008

Thema:
Glaube, den die Welt noch braucht


Ein Eselskopf für 50 Euro, Handvoll Unkraut 3 Euro. So waren umgerechnet die Preise auf dem Markt der Stadt Samaria etwa im Jahre 850 v. Chr.

Grund für solch horrenden Preisen für ungenießbares Zeugs war die Belagerung der Stadt durch das syrische Heer. Die Stadt war also eingeschlossen, keiner kam rein, keiner kam raus. Die Folge war eine extreme Hungersnot, um die es in 2. Könige 6+7 geht.

Was man vorab noch wissen muss bzw. wen man kennen muss, ist Elisha – der staatliche Chefprophet in dieser Zeit. Er hat sich bereits durch zahlreiche Wunder bestätigt und ist Nachfolgers seine noch bekannteren Vorgängers Elia. Elisha wohnte in Samaria und war dort der Mann Gott schlechthin. Auch noch wissenswert: Samaria war damals die Hauptstadt des Nordreiches Israel. Entsprechend residierte der König von Israel in der Stadt.


Bibeltext: 2. Könige 6,24 - 7,20


(Zusammenfassung: Die Hungersnot in Samaria ist so groß, dass die Menschen schon zu Kannibalen werden. Der König ist verzweifelt und zornig auf Gott. Er sucht zusammen mit einem Offizier Elisha auf, um ihn zu töten. Doch Elisha kündigt an, dass morgen zur gleichen Zeit 10 Kilo Getreide nur noch weniger als einen Euro kosten werden. Der Offizier lacht darüber spöttisch. Elisha bekräftigt seine Aussage und verheißt Unheil über den Offizier. Wenig später machen sich einige Aussätzige vor dem Tor der Stadt auf den Weg in Richtung syrisches Heer. Sie meinen, es sei egal vor Hunger zu sterben oder durch den Feind. Als sie das syrische Lager erreichen, ist dieses verlassen. Gott hatte die Syrer Donner und Lärm hören lassen, so dass sie dachten, Israel greift sie mit verbündeten an. In ihrer Eile ließen sie alles Vieh und alle Vorräte zurück. Als die Aussätzigen dies in Samaria melden und einige Kundschafter den Sachverhalt prüften, stürmt das Volk aus der Stadt. Dabei überrennen sie den Offizier, der daraufhin stirbt. Tatsächlich kostet schließlich das Getreide so wenig, wie Elisha es angekündigt hat.)


Unser Thema ist „Glaube, den die Welt noch braucht“. Welchen Glauben brauchen wir, wenn Gott mit uns Geschichten wie diese schreiben will?

Im Hinblick auf die umlagerte Stadt, die so schrecklich lange Zeit so eine furchtbare Hungersnot durchmachen muss, erwartet Gott von uns

- Glauben, der sich nicht entmutigen lässt

Wenn es nicht läuft und wenn du das Gefühl hast, dass Gott nicht eingreift und dir nicht hilft, bin ich wirklich sehr dafür, dass du dich selbst prüft und schaust, wie du dich Gott nähern kann. Nicht umsonst steht in der Bibel „Nähert euch Gott, so wird er sich euch nähern“ (Jakobus 4,8)

Aber manchmal ist es eben auch so wie in dieser Geschichte, dass es keinen ersichtlichen Grund dafür gibt, dass die Lage so verzweifelt ist. Da sitzen sie in ihrer Stadt, umgeben von den dicken Stadtmauern, und warten dass es besser wird. Aber eigentlich wird alles von Tag zu Tag immer schlimmer. Das macht müde, das macht zornig.

Und vielleicht du auch müde und hast keinen Bock mehr. Vielleicht fühlst du dich ungerecht behandelt und bist wütend auf die blöde Situation, in der du steckst. Dann lass dir gesagt sein: Du bist nicht allein. Vielen anderen hier geht es so. Mir geht es so. Und dem Volk Israel hier in 2. Könige 7 geht es erst recht so, und zwar auf eine wirklich existenzielle Weise. Aber Gott braucht Leute, die das durchstehen. Gott braucht Leute, die sich nicht entmutigen lassen und die auf den Tag hoffen, an dem Gott das Schicksal wendet!

Gott wünscht sich außerdem von uns…

- Glauben an das Unmögliche

Er kann einem schon leid tun, dieser Offizier, der am Ende der Geschichte – wie vorausgesagt - zu Tode getrampelt wird. Und das offenbar nur, weil er sich nicht vorstellen konnte, wie das Wort Gottes, das Elisha sprach, wahr werden könnte, und weil er darüber spottete-

So schmerzlich das hier ist, so ist es aber doch dasselbe Prinzip des Glaubens, das wir in der ganzen Bibel finden. Auf der einen Seite legt uns Gott sein Wort vor, legt Gott uns seine Verheißungen vor – Auf der andern Seite ist da die sichtbare Realität und das, was uns die Erfahrung lehrt.

Gottes Angebote geschehen aber nicht automatisch. Und sie geschehen erst recht nicht, indem wir wie dieser Offizier sagen „Nein, das ist unmöglich, denn wie soll das funktionieren!?“ Wenn wir so denken und sprechen, werden wir keinen Anteil daran haben, was Gott uns verspricht.

„Gott will mir ewiges Leben schenken!? Wie soll das gehen. Das kann doch nicht funktionieren! Die Erfahrung lehrt etwas anderes.“ Wenn du so denkst und sprichst, wirst du kein ewiges Leben bekommen.

Und was für den Offizier gilt und was für ewiges Leben gilt, gilt auch für andere Zusagen, die Gott uns in der Bibel macht. Wenn immer Gott davon spricht, dass er uns versorgen will, dass er uns trösten will, dass er uns heilen will – haben wir die Wahl. Lehnen wir es ab und sagen „Das ist unmöglich!“ oder saugen wir die Zusage in uns auf und sagen „Ja, Vater, so soll es geschehen!“

Wenn Gott mit dir Geschichte schreiben soll, dann brauchst du Glauben an das Unmögliche.

Last but not least, wünscht sich Gott von uns...


- Glauben, der sich auf den nächsten Tag freut

Ein aufregender und strahlender Punkt an dieser Geschichte ist, dass Gott das Schicksal einer ganzen Stadt innerhalb von 24 Stunden komplett wandelt. So einen Gott haben wir, der aus einer grausamen Hungersnot innerhalb eines Tages einen reich gedeckten Tisch machen kann.

Was für eine ganze Nation oder Stadt möglich ist, ist natürlich für die einzelne Person wie dich oder mich erst recht möglich.

Was ist mit deiner Krankheit? Was ist mit deinem Schmerz? Mit deiner Unzufriedenheit, deinem Frust, deiner Sucht, deinem Ärger? Fühlst du dich damit auch so gefangen wie die Bewohner von Samaria damals in ihrer Stadt?

Dann lass heute deine schlechten Erfahrungen und deine Enttäuschung auf sich beruhen und schau nach vorne. Sag Gott, dass morgen (oder heute noch) dein Tag werden soll. Sag ihm, dass du Veränderung brauchst und willst.

Das will ich mir und euch vor Augen halten, dass jeder Tag totale Veränderung mit sich bringen kann. Was heute noch unmöglich scheint, kann und soll morgen schon Realität sein. Erwarte an jedem Tag von Gott Großes! Wenn du morgens aufstehst, erwarte von Gott Hilfe, Veränderung und Wunder. Ich glaube, Gott will uns mit dieser Geschichte dazu ermutigen.