Gipfel-Message vom 13. Oktober 2006
Thema:
Bittet, so wird euch gegeben!
Dies soll eine Ermutigung zum Beten und insbesondere
zum Bitten sein.
Zunächst zwei Gebetserhörungen, die Kristiina und ich in letzter
Zeit erleben durften:
1) Kristiina begleitete ihre Mutter nach Düsseldorf
zum Bus nach Estland. Auf der Rückfahrt saß Kristiina in
der S-Bahn und überlegte, dass sie ihr Gruppenticket nun nicht
mehr braucht und weiterverkaufen könnte. Also betete sie, dass
Gott ihr eine Gelegenheit zum Verkauf schenken möge. Und tatsächlich
- in Ohligs war gerade eine Familie am Automaten beschäftigt und
wollte sich genau solch ein Ticket kaufen. Da sie aber Probleme hatten,
genügend Kleingeld zu finden, kam Kristiina noch rechtzeitig dazwischen
und konnte ihr Ticket anbieten!
2) Nachdem wir uns den ganzen Sommer darüber
freuten, dass so wenige Mücken unterwegs waren, griffen die Mücken
uns im September doch noch an. Sobald wir uns abends ins Bett legten,
das Licht ausmachten und einschlafen wollte, setzte von irgendwoher
im Zimmer eine Mücke zum Tiefflug an. Wenn wir aber das Licht wieder
anmachten, war die Mücke wie vom Erdboden verschluckt. Wir gingen
erfolglos auf Mückenjagd, wurden oft gestochen und um einigen Schlaf
gebracht. Unvergessen ist aber der Abend, an dem wieder eine Mücke
unterwegs war, aber Kristiina auf die Idee kam, einfach dafür zu
beten, dass wir sie erwischen. Gesagt, getan - und wenig später
erledigte Kristiina wirklich die Mücke erfolgreich.
Kristiina hat die Gabe, sich in Situationen an
Gott zu wenden, bei denen ich viel zu sehr mit mir selbst oder mit dem
Problem beschäftigt bin. Und ihr seht, sie wurde mit schönen
Gebetserhörungen belohnt!
Johannes 16,24
Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr den Vater um etwas bitten
werdet in meinem Namen, wird er's euch geben. Bisher habt ihr um nichts
gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr nehmen, dass eure Freude
vollkommen sei.
Jesus sagt nicht vielleicht, möglicherweise oder meiner Meinung nach, sondern wahrlich, wahrlich.
Er spricht mit der Vollmacht Gottes und verspricht uns, dass Gott es
uns geben wird, wenn wir bitten.
"Auf dass eure Freude vollkommen sei"
- Dieser Ausdruck zeigt aber auch, dass Gebetserhörungen nicht
das Wesentliche im Glauben sind, sondern eher das i-Tüpfelchen.
Wesentlich ist, dass Jesus für uns am Kreuz gestorben ist und unsere
Schuld vergeben ist, damit wir in einer Beziehung mit Gott leben können.
Wenn nun aber das der Fall ist, dann will Gott uns mit Gebetserhörungen
noch mehr Freude bereiten.
Jakobus 4,2
Ihr seid begierig und erlangt's nicht; ihr mordet und neidet und gewinnt
nichts; ihr streitet und kämpft und habt nichts, weil ihr nicht
bittet; ihr bittet und empfangt nichts, weil ihr in übler Absicht
bittet, nämlich damit ihr's für eure Gelüste vergeuden
könnt.
Der Vers weist auf zwei wichtige Punkte hin:
- Wenn wir Mangel haben oder wenn wir nichts mit Gott erleben, dann
liegt es möglicherweise schlicht und ergreifend daran, dass wir
Gott um nichts bitten.
- Wir sollen nicht in übler und lustvoller Absicht bitten. Oder
anders formuliert: Wir sollen nüchtern bitten. Gott will uns versorgen
und uns Freude machen. Aber dies soll nicht in Lust und Bösem ausarten.
1.Thessalonicher 5,17
Seid allezeit fröhlich, betet ohne Unterlass, seid dankbar in allen
Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christus Jesus an euch.
"Betet ohne Unterlass". Das fasst es
noch mal zusammen. Die beiden Erlebnisse haben gezeigt, wie sinnvoll
es ist, in allen möglichen und unmöglichen Situationen uns
an Gott zu wenden. Es muss nicht immer die intensive Stille Zeit, die
uns Erfahrungen mit Gott beschert. Sondern es kann auch das kurze Stoßgebet
auf der Straße oder in der S-Bahn sein. Gott freut sich auf jedes
Wort, jeden Dank und jede Bitte von uns. Und Gott will handeln und Gutes
für uns tun.