Gipfel-Message vom 15. Dezember 2006
Thema:
Die ersten drei Gebote
Wie
Israel an die Zehn Gebote kam (basierend auf 2. Mose 19):
Das
Volk Israel ist auf dem Weg raus aus Ägypten hin zum verheißenen
Land. Es macht Rast am Berg Sinai. Mose steigt auf den Berg, um in Ruhe
zu beten. Da spricht Gott zu ihm, dass er dem Volk Gebote geben will.
Mose erzählt das dem Volk und sie sind begeistert. Daraufhin versammeln
sie sich alle am Berg, Mose steigt noch mal hoch und Gott begegnet Mose
in spektakulärer Weise mit Wolken, Rauch, Feuer, Blitzen, Donner
und Fanfaren. Das Volk hört, wie Gott mit Mose redet. In den nachfolgenden
Wochen rennt Mose noch ein paar Mal den Berg rauf und runter und immer
wieder spricht Gott zu ihm und gibt ihm die 10 Gebote, aber auch noch
etliche weitere Gesetze und Anweisungen. Bis Gottes Reden am Berg Sinai
beendet ist und Mose schließlich die berühmten, vom Finger
Gottes gezeichneten Steintafeln mit den Geboten runterbringt, vergehen
viel Zeit und 12 Kapitel...
Manche von den Regeln, die Gott dem Mose auf dem Berg gab, betreffen
die Landwirtschaft, andere die Feiertage, dann gibt es Anweisungen zum
Bau einer Stiftshütte und der Bundeslade. Und das war, was Gesetze
angeht, noch lange nicht das letzte Wort! Gott wird noch oft zu Mose
reden und ihm jede Menge Gesetze geben (siehe dazu 4. Buch Mose)
Aber
welche Gebote gelten für uns? Warum sind beispielsweise Regelungen
für Schlachtopfer weniger wichtig als die 10 Gebote? Genau diese
Frage wurde mal an Jesus gestellt:
Matthäus
19, 16-22
Und siehe, einer trat zu ihm und fragte: Meister, was soll ich Gutes
tun, damit ich das ewige Leben habe? Er aber sprach zu ihm: Was fragst
du mich nach dem, was gut ist? Gut ist nur Einer. Willst du aber zum
Leben eingehen, so halte die Gebote. Da fragte er ihn: Welche? Jesus aber sprach: "Du sollst nicht töten; du sollst nicht
ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis
geben; ehre Vater und Mutter"; und: "Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst" (3.Mose 19,18). Da sprach der Jüngling
zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was fehlt mir noch? Jesus antwortete
ihm: Willst du vollkommen sein, so geh hin, verkaufe, was du hast, und
gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm
und folge mir nach! Als der Jüngling das Wort hörte, ging
er betrübt davon; denn er hatte viele Güter.
Bis Vers 19 hat Jesus immerhin 6 von 10 Geboten aufgezählt und
noch um die Aussage ergänzt "Du sollst deinen Nächsten
lieben wie dich selbst." Und wahrscheinlich sind dies auch so ungefähr
die Gebote, die uns spontan am ehesten einfallen würden. Du sollst
nicht töten, nicht ehebrechen, nicht stehlen
Aber damit ist
Jesus noch nicht am Ende, denn es fehlt noch etwas Wichtiges. In diesem
Text heißt es "Gehe hin und verkaufe, was du hast!"
Ohne
es direkt auszusprechen, stößt Jesus hier den reichen Mann
auf das 1. Gebot : "Ich bin der Herr, dein Gott. Du sollst keine
anderen Götter haben neben mir."
Das Problem des Mannes war offenbar nicht, dass er an den Geboten scheitert,
die seinen Umgang mit den Menschen betreffen, sondern er scheiterte
am 1. Gebot. Das Geld war sein Gott, seine Nummer 1, die er nicht loslassen
konnte.
Damit sind wir beim Kern der Message, nämlich den ersten drei Geboten.
Vielleicht habt ihr das mal gehört: Die ersten 3 Gebote betreffen
unsere Beziehung zu Gott und die anderen unsere Beziehung zu den Mitmenschen.
Es
folgt ein kurzer Blick auf die ersten drei Gebote - und ich formuliere
dann in wenigen, kurzen Worten, was sie für mich bedeuten:
Erstes Gebot (2. Mose 20, 1-6)
Dann redete Gott. Er sprach: "Ich bin der Herr, dein Gott; ich
habe dich aus der Sklaverei in Ägypten befreit. Du sollst außer
mir keine anderen Götter verehren! Fertige dir keine Götzenstatue
an, auch kein Abbild von irgend etwas am Himmel, auf der Erde oder im
Meer. Wirf dich nicht vor solchen Götterfiguren nieder, bring ihnen
keine Opfer dar! Denn ich bin der Herr, dein Gott. Ich dulde keinen
neben mir! Wer mich verachtet, den werde ich bestrafen. Sogar seine
Kinder, Enkel und Urenkel werden die Folgen spüren! Doch denen,
die mich lieben und sich an meine Gebote halten, bin ich gnädig.
Über Tausende von Generationen werden auch ihre Nachkommen meine
Liebe erfahren.
Was
bedeutet es, wenn jemand der einzige ist für uns ist? Wenn also
jemand Priorität vor allem andern hat? Es bedeutet, dass wir ihn
lieben! Das erste Gebot heißt für mich: Liebe Gott über
alles!
Zweites Gebot (2. Mose 20, 7)
Du sollst meinen Namen nicht mißbrauchen, denn ich bin der Herr,
dein Gott! Ich lasse keinen ungestraft, der das tut!
Es
ist vielleicht etwas überraschend, dass Gott so auf seinen Namen
achtet und hier auch mit Strafe droht. Für mich bedeutet das, dass
wir uns Gott gegenüber respektvoll und würdevoll verhalten
sollen. Kurz: Für mich heißt das zweite Gebot: Habe Ehrfurcht
vor Gott!
Drittes Gebot (2. Mose 20, 8-11)
Achte den Sabbat als einen Tag, der mir allein geweiht ist! Sechs Tage
sollst du deine Arbeit verrichten, aber der siebte Tag ist ein Ruhetag,
der mir, dem Herrn, deinem Gott, gehört. An diesem Tag sollst du
nicht arbeiten, weder du noch deine Kinder, weder dein Knecht noch deine
Magd, auch nicht deine Tiere oder der Fremde, der bei dir lebt. Denn
in sechs Tagen habe ich, der Herr, den Himmel, die Erde und das Meer
geschaffen und alles, was lebt. Aber am siebten Tag ruhte ich. Darum
habe ich den Sabbat gesegnet und für heilig erklärt.
Sabbat ist das hebräische Wort für Ruhe. Es ist Gott wichtig,
dass wir Ruhezeiten vor ihm halten. Für mich heißt das dritte
Gebot: Nimm dir Zeit für Gott!
Also,
zusammengefasst:
Gott lieben - Gott ehrfürchtig begegnen - sich Zeit nehmen für
Gott
Das
beinhalten für mich die ersten drei Gebote. Und das können
wir nun in der Lobpreiszeit praktisch umsetzen